Sonntag, 10. August 2014

Ich bin wieder zurück aus meinem ... Sommerloch

Hui...soo lange war ich nicht hier, dass ich garnicht bemerkt habe, dass bei Blogger schon wieder irgendwas umgestellt wurde, so dass ich kaum in meinen eigenen Blog kam...tststs!!!!
Nun ist das süße Faulenzerleben vorbei, der Alltag und die Arbeit hat mich wieder...aber noch gibt es morgens auf dem Fahrrad so ein ...sommerlaues Leichtigkeitsgefühl. ...und abends auf dem Nachhauseweg duften Scharfgarbe und Goldrute eine Ahnung herbstlich herb...sind wir eigentlich schon in den Hundstagen?


Mit meiner neuen "Gazelle" (mein geliebtes altes Fahrrad haben böse Langfinger vor 6 Wochen geklaut) habe ich im Urlaub das Umland erkundet. Vorbei an Feldern auf denen das Brot noch reift, vorbei an stillen Waldseen...und ab und zu anhalten, wenn es interessante Orte, wie kleine unverhoffte Antikläden zu besuchen galt. Leider kann man auch auf einem Hollandrad im Körbchen keine alte wunderschöne Milchkanne oder Zinkwanne mitnehmen... (das hatte ich beim Kauf nicht bedacht!!!)


Und natürlich sind freie Tage dazu da, um liebe Freundinnen, vorzugsweise auf dem Land, zu besuchen.
...und da "nur" in der Sonne sitzen und Kaffee trinken nicht so unser Ding ist, (Wir brauchen auch ein Projekt!) wurden Sauerkischen gepflückt, um Saft und Marmelade zu kochen und fürs dolce vita wurde lecker Kuchen gebacken.  Und beim ausgiebigen Spaziergang über die Uckermärischen Hügel  
konnte dann auch noch über Gott und die Welt philosophiert werden, was für ein Sommer! Ich weiß garnicht wohin, mit all meiner Landsehnsucht...


...also so ein Aprikosenkuchen ist eine ganz feine Sache und wurde umgehend in meine innere Rezeptdatei aufgenommen! ...danke Dir, Uckermärkerin!!!


 Meinen Sommerurlaub verbringe ich nun schon seit Jahren ohne Herr Urban White...früher auf ausgedehnten Mutter-Tochter-Radtouren, später auf alleinigen Radtouren an der Küste...und dieses Jahr halt im brandenburgischen Umland, dass in all seiner oft herben Schönheit von mir wiederentdeckt wurde. Die Dörfer sind oft schlicht an einer Straße aufgereiht, die Dörfler am Anfang ebenso ländlich schroff (wie es mir oft nachgesagt wird) um sich dahinter in bezaubernde Weiten, sanfte Hügel und lauschig-mystische Wälder zu verwandeln. ...und so wandelbar oder facettenreich sind auch die Menschen, die dort leben.  


Und nach all meinen abwechslungsreichen Urlaubstagen fiel dann auch der Einstieg in die Arbeit garnicht soo schwer, schließlich kann ich einfach am Wochenende jederzeit wieder in meine "Urlaubsregion" entfliehen. 

Wo hat Euch der Urlaub hingeweht? ...was habt Ihr entdeckt?
Früher, nach den Ferien, mussten wir in der Schule als erstes einen Aufsatz schreiben über das "schönste Ferienerlebnis" - aber obwohl ich nicht weit weg war, gab es soviele "schönste" Erlebnisse:
  • nass bis auf die Haut nach einer Taufe im abendlichen Gewitterregen werden
  • am schönsten See Brandenburgs nach einem heißen Tag ankommen und feststellen, dass ich meinen Badeanzug vergessen hatte...
  • oder... in einem kleinen Radgeschäft in Kreuzberg bei einer kundigen Verkäuferin meine "Gazelle" finden, sich auf den ersten Blick verlieben...und kaufen.

Einen schönen Start in die Woche wünscht Euch








Montag, 7. Juli 2014

Zum Glück brauch` ich Meer...

Nach Nordseeland jetzt wieder Ostsee von der anderen Seite...ich liebe sie einfach, egal an welchem Strand mir das Wasser auf die Füße schwappt.
Das Wochenende, das uns mit einem kleinen Hochsommer-Appetithäppchen fütterte, verbrachte ich als "Mädels-Wochenende" auf einem kleinen Segelboot auf der meist windstillen aber verführerisch glitzernden Ostsee mit Kurs Richtung Hiddensee...  Meine Tochter hat das unverschämte Glück, ein Segelboot uneingeschränkt nutzen zu dürfen. Drei Damen auf einem Boot mit reichlich Zeit zum Trödeln, Quatschen und Frauenzeitschriften laut vorlesen ...;)))


Bella mag Häfen lieber als "open water"... am Hafen gab es noch andere Bootshunde, mit denen man so seine Erfahrungen austauschen konnte. Und für alle Seglerinnen unter euch: Meist "flitzten" wir mit 2 Knoten übern Teich...also brauchten wir entsprechend lang, aber das war ja der Sinn - Zeit haben!!!!
Verblüfft stellten wir fest, dass so Sonntags-Seglerinnen wie wir sich auch auf der Ostsee verfahren bzw. falsch abbiegen können. Den Blick seit Stunden fest auf das Ziel der Träume: Hiddensee gerichtet, bogen wir fast in den falschen Hafen ab...


Wer schon einmal auf Hiddensee war, weiß ja schon anhand der Bilder wo wir gelandet sind - da gibt es nicht sooo viele Orte... diese kleine überschaubare Insel hat kurz vor dem Ferienansturm an diesem Wochenende noch einmal Luft geholt, sich fein gemacht und ihren Charme spielen lassen...Ich kann es dann nicht verhindern, mir vorzustellen, wie es wäre auf solch einer Insel zu leben...


Wie??? Einige waren noch nicht da und fragen sich jetzt, wo zum Kuckuck ich gewesen bin? Na, in Vitte! Mit Hafen auf der einen und dem Strand in 5 Minuten Fußweg auf der anderen Seite ... die Insel ist an der Stelle ziemlich schmal. In das "große Wasser" habe ich nur mal einen Zeh gesteckt, viiiel zu kalt...auf der anderen Seite, wo das Wasser von Rügen, Hiddensee und Festland eingeschlossen ist, war es fast badewannenwarm.
Vom Strand aus schaut man Richtung Dänemark...da schließt sich der Kreis ;)


So ein Wochenende fühlt sich schnell wie Urlaub an... Zeit wird relativ. Und schnell hat man vergessen, dass man nächsten Tag wieder heim fährt.


Mit einem Kaffee an Bord sitzend, verzauberte mich am Morgen unsere süße Bootsnachbarin beim Enten füttern...und Bella schaute interessiert zu.



Auf der Rückfahrt ankerten wir kurz vor Stralsund, um "Fische zu vertreiben" wie meine Tochter es nannte. Also ins Wasser hüpfen, wild rumstramplen, paar Züge hin- und herschwimmen und einfach diese herrliche Kühle zu genießen....und natürlich haben wir vorher die Badeleiter ausgeklappt, denn es gab ja mal diesen furchtbaren Film "open water"...


Die kleinen bunten Katamarane starteten am Tag vorher zur Regatta und wurden tags drauf in ihren Hafen zurückgezogen, da der Wind bzw. das Lüftchen aus der "falschen" Richtung kam.

Völlig tiefenentspannt mit Ostseesalz im Haar startet es sich viel leichter in die neue Woche.
Und mir fällt auf, dass das Sommerloch-Phänomen mich wieder gepackt hat - ich werde wohl nur unregelmäßig dazu kommen, einen Post zu schreiben. ich bin zu sehr mit "Sommer genießen", auf dem Acker sein, Beeren pflücken, Freunde besuchen... beschäftigt. Spätestens zum Herbst gelobe ich dann wieder Besserung... versprochen!


...da sich Montage irgendwie immer schwer anfühlen, hab ich mir mit den Bildern den Wochenbeginn etwas leichter gemacht...hach, schön war`s!!!!

Ich wünsche Euch eine wunderbare Woche und lasst Euch vom Sommer, egal wie er sich zeigt, verzaubern!


Alles Liebe
wünscht Euch


Sonntag, 22. Juni 2014

...ein letzter Nachschlag: Nordseeland

Ich hab`s versprochen! Heute kommen noch mal ein paar Seeland-Bilder. Und gerade ist mir ehrlich gesagt, nach etwas "Sommer-Seeland-Sehnsucht" - der Sommer scheint mir sehr unschlüssig, mal kommt er kurz vorbei mit großem Tamtam und 30 Grad und schwups, kaum hab ich mir mal die Zehnägel lackiert, um Flipflops spazieren zu tragen, hat sich der Sommer wieder vom Acker gemacht. So geht das nicht!!


Um mich aus der Schmoll-Ecke zu holen, hilft es, nochmal durch die Seeland-Bilder zu stöbern...Hach, war das schön!!! Wieder so ein potentielles "Traumhaus" - das nebenbei einen Traumblick hatte - da wo ich stehe, ist der Strandrand...und dann kommt das Meer. Also unverbaubarer Blick aufs Kattegat...



Für Klostergärten habe ich auch ein Faible...obwohl an dem Tag auch dort der Himmel mal ein bisserl trübe war... und als es anfing zu regnen, hatten wir wenigstens einen guten Grund, das sehr beeindruckende "Louisiana - museum of modern Art" zu besuchen. Die Ausstellung der Künstlerin Helma Klint hat mich zutiefst beeindruckt. Ihre absolut modern wirkenden Bilder malte sie um 1920 - ihren Bildern legte sie naturalistische, kosmische, also quasi anthroposophische Gedanken zu Grunde. In ihren Tagebüchern verbindet sie Pflanzen mit Symbolik, die neben dem Charakter, die Seele der Pflanze beschreiben...  und wie sie mit der Seele des Menschen korrespondieren...(ja, ich weiß, ich erklär etwas kryptisch, aber es war absolut beeindruckend!!!)



Dieser Bilderzyklus (hier nur im Ausschnitt zu sehen) beschreibt von links nach rechts die Lebensabschnitte...die sie mehr als nur in "Kindheit, Jugend und Erwachsensein" einteilt.

Und auch das gesamte Museumsgebäude, mit seinen Aus- und Einblicken... geniale Architektur!


Nach so viel Kunst, braucht es dann wieder ein Stück Natur zum Ausgleich. 
 Das Kattegat... 


Am letzten Abend gab es ein Licht, das war einfach nur zum Niederknien! Alles leuchtete aus sich heraus...und Himmel und Meer waren der Rahmen.




Und: ja auch das letzte Bild stillt in homöopathischer Dosis meine Sommersehnsucht, denn es zeigt, dass das Kattegat selbst im Regen schön ist! 
Ich liebe Regen, wenn er warm ist, nach einem Sommergewitter... und das Grün nach dem Schauer zu leuchten beginnt...wir haben aber gerade eher die windige "alles Grau" Regen-Variante!


So ihr Lieben, holt euch keine Erkältung - macht Euch prophylaktisch zwischendurch mal ne heiße Zitrone!

Liebe Grüße


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