Donnerstag, 23. Oktober 2014

Wohnen in Weiß...

...das war meine Vision und ja irgendwie auch meine ursprüngliche Intention, um einen eigenen Blog zu beginnen. Ich wollte hauptsächlich über "weiße Wohndinge" berichten, die eine Geschichte haben... aber wie so oft kommt dann ganz viel buntes spannendes Leben dazwischen...und ich plaudere über Reisen und mein schattiges Gärtchen, über Körbe und Meer. Aber nun zieht das Leben wieder von draußen nach drinnen...ich laufe ruhelos durch meine Kemenate und überlege, was als nächstes weiß werden könnte...und da habe ich beschlossen, Euch meine liebsten drei weißen Wohnmöbel-Dinge zu zeigen...
Voila! Lieblingsstück Nummer 1

Mein Nachtkästchen...


...ist ein Geburtstagsgeschenk von Mr. Urban White und beherbergt viele meiner Lieblingsbücher, denn ich schmökere für meine Leben gern im Bett ;)) ...jeden Abend und egal wie spät brauche ich noch 1-2 Seiten bevor ich den Tag loslassen kann...


Und auch wenn es nicht wirklich uralt ist, liebe ich es sehr - es hat so einen unaufgeregten Charme.

Mein Lieblingsmöbel Nr. 2 ist nach wie vor mein Geschirrschrank, ein Findelkind aus einer Gartenhausauflösung. Ohne mein beherztes Eingreifen wäre er auf dem Sperrmüll gelandet...  und als Neujahrsprojekt verwandelte er sich dann von Feuerwehrrot in Weiß und trägt nun ganz behutsam altes und neues Porzellan.


Wie alt er ist? Keine Ahnung...aber er hat geschliffene Glasscheiben und schwere Glasböden und irgendwie auch "Seele". Leider steht er ein bisserl eingezwängt, fast schüchtern in der Ecken, aber damit kann ich (erstmal) gut leben.


Mein letztes und drittes Möbelstück war ursprünglich dunkelbraun...vor Jahren beim Möbelschweden gekauft. Mich störte im Bad immer diese sichtbare Unordung. Handtücher, Putzzeug, Kosmetik...irgendwie flog immer alles durcheinander. Dann hatte ich die Idee ein altes Stück Leinen vor den unteren Teil zu hängen... tja, und da mein altes Leinentuch weiß war, kramte ich mal wieder die Pinsel hervor ;))


Schön schlank, denn das Bad ist winzig und mit Tuch nun viel "ruhiger". (Ich vergesse leider immer "Vorher" Bilder zu machen - ich bin dann im "Projekt-Rausch")


So meine Lieben, heute also ein kleiner Themen-Reportage-Gang durchs Haus an bekannte Orte und in unbekannte Ecken...und wenn ich mich so umsehe, ich hätte noch ein paar weiße Möbel mehr ;))

Ich wünsche Euch Wind in den Drachen und Herbstsonne auf den Äpfeln!

...die letzen Wochentage schaffen wir auch noch!
Macht es Euch schön!

liebe Grüße



Freitag, 17. Oktober 2014

...Passt!

...antwortete der Österreicher mir gern auf all meine kulinarischen (Sonder)Wünsche und Fragen. Hach, seufz... es war einfach ein rundum wunderbarer Wander-Wellness-Sommerabschieds-Urlaub. Ich brauchte nach einem arbeitsreichen Spätsommer endlich mal Weite. Sonst zieht es mich IMMER ans Meer, am liebsten an die Ostsee, aber jetzt brauchte ich unbedingt mal die Wolken zu meinen Füßen und endlosen Blick über Gipfel und Wandern bis die Waden streiken...

 
Teile von uns spürten erst beim Bezwingen des wunderschönen Gipfels mit dem überhaupt nicht passenden Namen "Tristkogel", dass er nicht schwindelfrei ist...wir nahmen aber auch den Direktzugang mit den Attributen "trittsicher und schwindelfrei"... ich muss laut Mr. Urban White in früheren Leben eine Bergziege gewesen sein...mir machte das nichts aus ;)) Der Ausblick entschädigte dann sogar das schwindelgeplagte Hirn, alle Zellen beruhigten sich wieder und weiteren Gipfeln stand nichts im Weg (solange wir nicht wieder über schmale Grate den Aufstieg wagten) Auch in Zukunft werden wir mit dem Tristkogel verbunden bleiben, aber das ist eine andere Geschichte ... (Neugierige können ja schon mal im Gipfelbuch nachlesen ;)


 Wir hatten so unfassbares Glück mit dem Wetter, dass wir fast jeden Tag zu langen Wanderungen unterwegs waren und abends haben wir unsere müden Knochen in die Sauna getragen...herrlich! Und kochen konnten die auch noch...!!! Sogar vegetarisch! Auch wenn es die von mir gewünschten Gemüsekombinationen nie laut Karte gab, immer hieß es: Passt! "Äh, und dann nehm ich noch ein oder zwei Viertel vom Hauswein...?!" "Passt!"
  

Jaaa, Insider wissen, wie sehr ich mir ja ein Holzhaus wünsche...und siehe da: die passende Immobilie hab ich auch gefunden ;))
Ich war total hingerissen, wie einsam und wunderschön manche Alphöfe lagen. Ringsum nur Alpwiesen und Berge und Himmel und das Glockenbimmeln der Kühe...das könnt ich mir für ein Sabbatjahr oder ein Praktikum als Sennerin auch gut vorstellen. ...einfach mal aussteigen!


In diese Gegend, so waren wir beide einig, müssen wir unbedingt noch einmal fahren. Schließlich haben wir ja nur ein Bruchteil der 400km Wanderwege geschafft und auch die "7 Gipfel Challange" wartet noch auf uns. Da müssen wir aber vorher noch ein bisschen Schwindelfreiheit trainieren.
Und außerdem muss ich doch auch mal sehen, was da so im Frühjahr in den Bergen blüht!


Zurück aus dem Urlaub hat mich der Alltag wieder mit voller Wucht gepackt...so dass ich kaum zum lesen Eurer Blogs kam, geschweige denn zum kommentieren und selber schreiben. Da freue ich mich morgen früh drauf! Mit einem Kaffee eine richtig schöne große Blogrunde zu machen...wahrscheinlich brauch ich mehr als einen Kaffee ;))

Ein zauberhaftes Wochenende wünscht Euch







Sonntag, 21. September 2014

Stille(r) Post

...ich bin wohl irgendwie etwas langsamer geworden. Schon wieder sind einige Wochen (!) vergangen, ohne Post von mir. Entweder passiert nichts oder ich brauche mehr Zeit, um neben der Arbeit und dem alltäglichen Kram wieder zurück zu mir zu finden. Ich beschließe jetzt einfach mal, dass das in Ordnung ist.

Wir hatten übers Wochenende einen zauberhaften Spontanausflug ins Land der Franken, um einerseits ein Geburtstagskind hochleben zu lassen und andererseits eine kulturelle Spezialität (mit internationalem Ruf) der Gegend kennen zulernen. So schlenderte ich also durch herrlichstes Altweiber-Wetter (wer sich diesen Begriff bloß ausgedacht hat...) und schöner Fachwerkkulisse über den "Korbmarkt" der ehemaligen Korbmacher-Hochburg Oberfrankens. Ehemalig, da dieses schöne Handwerk hierzulande preislich leider von den Billigproduktionen aus Osteuropa und China verdrängt wird und leise ausstirbt...

Umso schöner und bemerkenswerter war es, dass Korb-Künstler aus Frankreich und Skandinavien sich von diesem Billig-Trend nicht beirren ließen und ihre Kunst zeigten, die mich total begeistert hat!

  
Diese filigranen Einkaufs-Körbe sind eine Augenweide, so einen hätte ich gern gekauft... aber ich brauche für Kaufentscheidungen immer etwas länger und ich hatte bis zur Rückfahrt nur knappe 2 Stunden...viiiel zuwenig!  Dieser, ich glaube aus Frankreich stammende, Korbmacher strahlte so eine Ruhe aus, während er schon wieder irgendetwas zauberte, und das ist es, was auch seine zarten aber durchaus stabilen Körbe ausstrahlen.


Ist dieser Hanfhenkel-Korb nicht traumhaft? Darin zeigt sich meines Erachtens wirkliche Handwerkskunst, die durch Konzentration, Liebe zum Material und Können entsteht.


Versunken in der Arbeit...was gibt es Schöneres, wenn Arbeit solch eine meditative Wirkung hat, ich war völlig gefangen genommen und hätte mich gern daneben gesetzt, um einfach zu verfolgen, wie etwas Neues entsteht.

An vielen anderen Ständen, die vor Körben nur so überquollen, sah man dann die schon oben beschriebenen Körbe, die man im Straßenbild so kennt und die mit quietsch-bunten Blumendruck versehenen Korbtabletts, denen ich irgendwie nichts abgewinnen kann... Davon gibts keine Fotos ;)!!!

Verwundert stellte ich auch fest, welch unterschiedliche Farben schon das Rohmaterial aufweist - warme, weiche, erdige Naturtöne. Herrlich!


Dieses Katzentipi aus unterschiedlichen Weide-Farben würde doch sicher jedem Stubentiger gefallen. (Also zumindest hab ich es als Katzenkorb gedeutet, könnte aber auch für etwas anderes erdacht worden sein)


Korb passt doch einfach wunderschön in diese Herbststimmung!
Und: (Achtung thematischer Quantensprung) da mich schon Einige nach einem Bild von meiner Gazelle fragten, heute auch noch schnell ein Bild von meinem neuen Fahrrad: auch mit Körbchen ;))


So, nun hoffe ich, dass auch heute die Septembersonne noch raus kommt und wünsche Euch einen wonnig-warmen Sonntag! Und wer ein bisserl Kultur braucht kann ja mal (so wie ich jedes Jahr auf´s Neue) das Gedicht von Eva Strittmater auswendig (!) lernen. Es macht riesen Spaß, beim spazieren durch Wald und Wiese dieses Gedicht in Gedanken rezitieren zu können...

"Ich mach ein Lied aus Stille 
Und aus Septemberlicht.
Das Schweigen einer Grille
Geht ein in mein Gedicht."
...
(Auszug)
 



Liebste Grüße



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