Montag, 18. Juli 2016

Komm mit in mein wildes Gärtchen...

Dank des sehr unentschiedenen Wetters ist selbst mein sonst so durstiges und trockenes Gärtchen mal üppig grün und wenn wir schnell genug sind (bevor die nächste dicke graue Wolke im Anmarsch ist), schaffen wir es, fix unsere Kaffee draußen zu schlürfen ;) Nu komm!
Wie? Nicht Rasen gemäht...? Nee, dann würdest Du doch all die kahlen Trockenflecken zu sehr sehen...lieber bisserl Wildwiese. Bei mir wirkt nicht Farbenpracht und Pflanzenmasse, sondern eher die einzelnen feinen Blüten...ich zeig sie Dir ;)


Neben altem Kram hab ich ja so ein Faible für unscheinbare Blümchen oder sogenannte "Unkräuter" - wie Rainfarn, Schafgarbe oder Karden ;) Zu besichtigen überall und neben meinem Brennesselbeet (Davon lieber mal kein Foto ;)

Diese graugrünen Blömschen mit den pinken Blüten liebe ich sehr und sie heißen seit meiner Kindheit für mich "Marienröschen" - dabei sind das Lichtnelken, aber einmal falsch gemerkt und schwupps drängelt sich der Kindername im Kopf immer vor. Sie sind super anspruchslos und blühen pausenlos. An einer Ecke wachen sie zusammen mit Lavendel - das ist eine ganz tolle Farbkombi.



Am Sprudelstein, der in den Regenpausen auch mal sprudeln darf, blüht Storchenschnabel. Auch so ein unprätentiöses Pflänzchen. Irgendwie hab ich eher eine Vorliebe für "kühle" Farben.


Und wenn wir uns mal eben nebeneinander auf den Bauch legen, dann zeigt dieser purpurfarbene Storchenschnabel mit dunklem Auge seine ganze grazile Schönheit... Dank des wilden Durcheinanders tummeln sich ganz viele dicke Hummeln und auch Schmetterlinge in meinem Gärtchen.

Am Sonntag kam meine Familie zu Besuch und da gehts auch immer zur Gartenschau...aber da brauch ich mir nix einzubilden, denn mit dem extrem-blüh-blüh-blüh-Garten meiner Mutter kann eh niemand mithalten.


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Und was bracht mein lieber Familien-Besuch mir mit??? Einen wunderschönen Wildblumenstrauß in feinster Großstadtkeramik einer jungen Tonkünstlerin, die feine, schlichte, skandinavisch anmutende Gebrauchskeramiken fertigt. Ich liebe dieses unglaubliche Blau (erinnert mich an den Himmel überm Meer) und mattes erdiges Schwarz...Neugierig? Dann schau mal hier bei No t on .


Da fängt doch die Woche gleich viel sonniger an ;) ...und wenn der Montag erst mal geschafft ist, läufts....ich muss immer erst mal über die Wochenanfangs-Schwelle kommen und mich an das andere Tempo anpassen. Aber ich seh` schon den Urlaub im August frohlockend im Kalender winken.


Schön, dass Du mit mir im Garten unterwegs warst!
Ich wünsche Dir eine inspirierende Woche

Liebste Grüße
Eure




Samstag, 28. Mai 2016

Miau - der Nach-Urlaubs-Kater

Kennt Ihr das auch? Im Urlaub fällt man irgendwann völlig aus der Zeit - vergisst, ob Montag oder schon Mittwoch ist - es spielt keine Rolle mehr. Die Tage bekommen einen anderen Rhythmus - ich werde langsamer. Wenn ich dann "angekommen" bin in der neuen Zeit, ist die Welt drumherum viel intensiver da. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Wildtiere (frei und lebend! und nicht tot neben der Autobahn) gesehen - eine ganze Jungherde Hirsche beim Morgen-Jogging im Rapsfeld, einen sehr konzentrierten Fuchs auf einem Feld, Graureiher, Fischreiher, sowieso Vögel ohne Ende und einen aufgeregten Feldhasen, eine Ringelnatter und morgens weckte uns eine echte Kuckucksuhr ;) und auch am Abend hing der Kuckucksruf noch lange über dem See.


Unser Urlaub in diesem Jahr führte uns ja quasi vor die "Haustür" - nur eine gute Stunde von zu Hause entfernt aufs Land in die bezaubernde Uckermark, die mit knallgelben Rapsfeldern vor blauem Himmel um die Wetter leuchtete. Die reinste Postkarten-Idylle...
Nach dem wir dort unsere Alltags-Seelen ausgelüftet und die Zeit verbummelt hatten, gings mit leerem Kopf und sehnsuchtsvollen Herzen zurück in die Großstadt und in den Arbeitsalltag. Ich bin dann immer erstmal sehr unleidlich, da ich Schwierigkeiten habe, wieder das "alte" Tempo aufzunehmen. Dann ist alles zu viel, zu laut, zu schnell... die Stadt stinkt...Nach-Urlaubs-Kater halt ;)

Was bleibt? Die Bilder im Kopf und die Sehnsucht nach solch einem Fleckchen Land - als kleinen Fluchtort.
Uns hat die Uckermark (wiedermal) so verzaubert, dass wir dort gern ein Häuschen hätten (...Ha!! Da sind wir sicher die Einzigsten! ;) Ich geb schon mal eine Bestellung ans Universum ab...und falls jemand von Euch was weiß... immer her damit!

Endlich scheint auch hier wieder vorsichtig die Sonne - ich mach mir mal einen Tee und setz mich raus, Augen zu und ein bisschen vom Land träumen ;)
Euch, meinen lieben Besucherinnen und Blogfreunden, wünsche ich ein zauberhaft sonniges Wochenende und maximale Entschleunigung ;)

Liebste Grüße









Mittwoch, 4. Mai 2016

Ganz schön grün - Brennessel-Pesto

In meinem schattigen Gärtchen gedeiht am allerbesten ein wildes Eckchen: dort wuchern Brennessel, Melisse, Vogelmiere, eine Distel und Holunder und meine drei Himbeeren um die Wette. Um dem ein bisschen pflegerischen Einhalt zu gebieten, lautet meine Devise: Pflege durch Aufessen ;)) Denn, da steckt viel Power drin in den ganzen frischen wilden (Un)kräutern. Gerade die frisch ausgetriebenen Brennesseln sind reine Wundertüten an gesunden Inhaltsstoffen. Gegen die hartnäckige Frühjahrsmüdigkeit gibts daher immer mal wieder frisches Brennessel-Pesto.


Die Finger bleiben unverbrannt, wenn man die Spitzen der Brennessel zügig von unten nach oben abpflückt (ich trage dazu dennoch gern meine Gartenhandschuhe) und dann walke ich in der Küche ein paar Male mit dem Nudelholz drüber - das bricht die picksigen Brennhaare. So zack - entschärft! Dann pflücke ich die Blättchen ab - die Stengel bekommt mein Kompost. Der muss ja auch von was leben ;)


Oh, natürlich, Löwenzahn wächst da auch ganz üppig und ein paar Blättchen kamen mit ins Pesto. Löwenzahn schnibbel ich auch immer gern mal mit in den grünen Salat. 
Was kommt sonst noch mit ins Pesto? Ganz einfach und meist hat man es eh da: einen großen Schluck Olivenöl, eine oder zwei Knoblauchzehen, Salz und wenn man hat: ein paar Pinienkerne.


Und dann mit dem Pürierstab fröhlich in grüne Pampe verwandeln ;) Zwischendurch nicht vergessen, ein paar Nudeln in´s Wasser zu werfen und fertig! Mr. Urban White befindet sogar, dass ihm das Brennessel-Pesto viiiel besser als alle anderen grünen Pestos schmeckt. Na, da freut sich doch die Köchin ;)


Es ist doch toll, wenn das eigene Unkraut sich so nützlich macht und auch noch so lecker ist. Wahlweise kommen auch mal andere grüne Unkräuter an die Nudeln...was halt so weg muss. Ich hab gestern noch ein spannendes Rezept für eine Giersch-Quiche gefunden...die muss ich auch bald mal ausprobieren.


Wenn das wilde Eckchen doch überhand nimmt, setze ich mit Brennessel für meine anderen hungrigen Pflanzen auch ...na ihr wisst schon...an. Riecht dann nicht ganz so gut ;))
Ganz in der Nähe der wilden Ecke hängt ein wunderbares Windspiel im Baum. Aus alten Tonscherben. Sie machen im Wind ganz herrlich satte Klong-Klacker-Klong Geräusche nicht so ein hektisches PlingPling wie die Metall-Röhren-Windspiele. Meine "kleine" Schwester hatte mir das Scherben-Windspiel zum letzten Geburtstag gebastelt. Voll schön - es passt so gut in meinen unkonventionellen Garten ;)


Ist das nicht wundervoll: Morgen Feiertag - dann Brückentag und daaan Urlaub!!! Yipiee!! Diesmal bleiben wir mal ganz in der Nähe - fahren für eine Woche raus ins Umland: in die bezaubernde Uckermark. Ich muss gar nicht weit weg um das Gefühl von Urlaub zu haben: Hauptsache es ist grün und still und Zeit zum wandern, reden und lesen. Eigentlich wollten wir nach Schottland, aber im letzten Jahr konnte ich nicht absehen, wann ich Urlaub haben werde und so heben wir uns die Highlands für später auf.  


Ich wünsche Euch einen schönen Feiertag und für alle, die den Brückentag genießen dürfen: Genießt den sommerlichen Mini-Urlaub! Es soll richtig warm werden! Ach sorry: Und natürlich für alle Herren: Macht euch einen feinen Männertag!!! (Wir Frauen kommen den Tag auch mal ohne Euch klar ;))

Liebste Grüße
Eure 






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